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Dornwarzen

Sie sind unansehnlich, können beim Laufen stören und in manchen Fällen sogar Schmerzen verursachen: Dornwarzen. Bei einem großen Teil aller Menschen werden mindestens einmal im Leben Warzen diagnostiziert, welche zwar größtenteils harmlos sind, jedoch oft das eigene, ästhetische Empfinden stören und sich mitunter unangenehm auf den Alltag auswirken. Daher werfen wir nun gemeinsam einen genauen Blick auf das „Krankheitsbild“ Dornwarzen, um zu erfahren, wie sie entstehen und wie sie effektiv bekämpft werden können.

Dornwarzen – ein Überblick

Dornwarzen zählen zu den sogenannten Viruswarzen. Wie dieser Name schon vermuten lässt, werden sie also durch Viren (in diesem Fall HPV – humane Papillomviren) ausgelöst. Sie sind somit ansteckend und können leicht per Schmierinfektion übertragen werden.

DornwarzenSchon kleinste Risse in der Haut reichen aus, damit die Viren in den Körper eindringen können. Ein kräftiges Immunsystem kann sich leicht gegen eindringende HPV wehren – ist die Gesundheit der infizierten Person jedoch angeschlagen, können die Viren die Bildung einer Warze auslösen.

Wichtig: Betroffene, die unter Dornwarzen leiden, sollten daher besondere Umsicht walten lassen. Dies gilt sowohl für Handlungen innerhalb der Familie als auch für den Umgang mit anderen Personen an öffentlichen Orten – wie Schwimmbädern oder einer Sauna.
In warmer und feuchter Umgebung können die Viren sich sehr leicht verbreiten, daher sollten Menschen, die unter Dornwarzen leiden, an solchen Orten stets Schuhe (Badeschlappen oder Flip Flops) tragen, um das Risiko einer Übertragung zu vermindern.

Warum Betroffenen ausgerechnet zum Tragen von Schuhen geraten wird? Weil Dornwarzen in der Regel an den Fußsohlen zu finden sind. Im Gegensatz zu anderen Vertretern ihrer Art wächst die Dornwarze in die Tiefe (wie ein Dorn, der sich ins Fleisch gräbt). In der ersten Zeit nach der Entwicklung der Warze wird sie daher von den betroffenen Personen kaum wahrgenommen. Im Laufe der nächsten Wochen bildet sich jedoch an der Hautoberfläche eine kreisrunde Stelle, die mit einer dicken Hornhautschicht bedeckt ist.

Illustration Dornwarze
Illustration Dornwarze

Während die innere Fläche der Dornwarze eher weiß ist, kann sich das umliegende Gewebe gelblich färben. Manchmal können die Betroffenen in der weißen Schicht kleine schwarze Punkte entdecken. Diese entstehen durch Einblutungen, welche  sich beispielsweise durch vehementes Kratzen an dieser Schicht entwickeln.

Je größer sie werden und je mehr Warzen an der Fußsohle wachsen, desto unangenehmer können sie für den Betroffenen werden. Beim Tragen von Schuhen und während ausgedehnter Spaziergänge können die Dornwarzen drücken oder sogar Schmerzen verursachen. Da sie – wie bereits erwähnt – in die Tiefe wachsen, kann es passieren, dass sie beim Gehen plötzlich Druck auf Nervenenden unter der Haut ausüben, was sich in einem plötzlichen, stechenden Schmerz äußert.

Dornwarzen entfernen

Es gibt verschiedene Wege, um eine Dornwarze zu entfernen und damit endgültig loszuwerden. Einige Behandlungsmöglichkeiten erfordern das Eingreifen eines Arztes, während andere bequem in Eigenregie durchgeführt werden können. Im Folgenden sollen daher die effektivsten Therapiemöglichkeiten für Dornwarzen aufgezeigt und vorgestellt werden.

Menschen, die unter Dornwarzen leiden, sind gut damit beraten, wenn sie ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird in der Regel dazu raten, die Warze zu vereisen (Kryotherapie), damit sie entfernt werden kann. Bei dieser Methode wird die Dornwarze gezielt mit flüssigem Stickstoff behandelt. Die Kälte des Stickstoffs bewirkt, dass das Warzengewebe abstirbt und sich unter diesem Bereich eine Blase bildet. Die vereiste Dornwarze wird nach einiger Zeit von alleine abfallen.

Die Kryotherapie kann übrigens auch in Eigenregie durchgeführt werden. Die meisten Apotheken führen entsprechende Behandlungssets standardmäßig in ihrem Sortiment. Entsprechende Vereisungssprays sind zudem im Onlinehandel erhältlich:

Dieses Vorgehen ist jedoch nicht ganz ungefährlich, da bei unsachgemäßer Anwendung die Haut rund um die Dornwarze geschädigt werden könnte. Sollte man sich zu einer Kryotherapie in den eigenen vier Wänden entschließen, muss man sich zwingend an die Gebrauchsanweisung des Medikaments halten.

Dauer der Kryotherapie Behandlung

Da die Dornwarzen tief in die Haut wachsen können, reicht eine Behandlung leider oft nicht aus. Patienten sollten damit rechnen, den Vorgang noch zwei bis drei Mal zu wiederholen, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Zwischen den einzelnen Behandlungen müssen ungefähr 14 Tage vergehen.

Wer etwas mehr Aufwand zum sanften Entfernen der Dornwarzen nicht scheut, kann sich für die Behandlung mit Salicylsäure oder Trichloressigsäure entscheiden (Keratolyse). Diese ist meist in Tinkturen enthalten, welche gezielt mit einem Pinsel auf die Dornwarze aufgetragen werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel mehrmals täglich.
Die Säure bewirkt, dass die Hornschicht der Warze aufweicht und in regelmäßigen Abständen sanft mit einer Feile oder einem Hornhauthobel abgetragen werden kann. Experten raten dazu, die betroffene Hautpartie vor dem Abtragen in warmem Wasser zusätzlich aufzuweichen, um den Vorgang zu erleichtern.

Dauer der Keratolyse Behandlung

Diese Methode zeigt ihre volle Wirkung leider erst nach sechs bis zwölf Wochen.

Möchten die Betroffenen die Dornwarzen schnell loswerden, können sie ihren Arzt auch darum bitten, diese herauszuschneiden. Dazu steht dem Arzt neben dem Skalpell heutzutage auch noch ein Laserverfahren zu Verfügung.
Beide Methoden entfernen die Warze schnell und effektiv, erfordern jedoch auf jeden Fall eine lokale Betäubung. Außerdem entsteht durch das Herausschneiden der Dornwarze eine Wunde, die zusätzliche Schmerzen verursacht und einige Zeit zur Heilung benötigen wird. Dies macht sich im Alltag des Patienten natürlich bemerkbar, da die Dornwarzen meist an der Fußsohle entstehen und somit die Bewegungsfreiheit kurz nach dem Eingriff ein wenig eingeschränkt sein wird.

Gibt es Hausmittel gegen Dornwarzen?

Natürliche Hausmittelchen aus Omas Trickkiste stehen derzeit bei den Menschen hoch im Kurs. Immer mehr Leute möchten ihren Körper nicht mit starken Medikamenten belasten und setzen auf die heilenden Kräfte von Pflanzen und dem eigenen Körper. Wer sich auf die Suche nach effektiven Hausmitteln zur Behandlung von Dornwarzen macht, wird daher mit einer großen Anzahl an verschiedenen Tipps und Tricks konfrontiert.

Doch so verlockend es auch klingt, die Dornwarze beispielsweise lediglich unter Zuhilfenahme einer Zwiebel bekämpfen zu können – die Wahrheit lautet: Einen medizinischen Nachweis für die Wirksamkeit der teils kuriosen Behandlungsmöglichkeiten gibt es in den meisten Fällen nicht!
Auslöser für die Idee, das gewisse Hausmittel bei diesem oder jenen Probanden geholfen haben sollen, ist die Möglichkeit zur Spontanheilung der Dornwarzen. Man geht davon aus, dass sich unbehandelte Dornwarzen zu geschätzt 60% in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren von selber wieder zurück entwickeln. Ob sie in dieser Zeit mit einer Zwiebel eingerieben oder mit Zitronensaft beträufelt werden, ist relativ unerheblich.

Einige Experten betonen jedoch, dass die Wirksamkeit einer solchen Anwendung trotzdem nicht zu unterschätzen sei. Denn wo es den Hausmitteln an medizinischer Kraft fehlt, kann ihr Einfluss auf die Psyche des Menschen dieses Manko ausgleichen. Es wird davon ausgegangen, dass, wenn der Patient nur fest genug an die Wirksamkeit bestimmter Techniken – beispielsweise das Besprechen der Dornwarzen – glaubt, ein Placebo-Effekt ausgelöst wird, welcher die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und die Rückbildung der Warze unterstützt.